Schröpfen und Ausleiten

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Das Schröpfen ist eine jahrtausendealte Methode die bereits in der mesopotamischen Kultur, bei den Chinesen, im Ägypten der Pharaonen, im antiken Griechenland und auch im europäischen Kulturkreis eine lange Tradition hatte. Die Grundlage in der Antike war die traditionelle Humoralpathologie wo mithilfe des Schröpfens die krankmachende Säfteentmischung im Körper wieder harmonisiert werden sollte.

Beim Schröpfen wird durch geeignete Glasgefäße, Schröpfgläser oder Schröpfglocken, ein Unterdruck durch heiße Luft oder einer Pumpe erzeugt, welcher zu einem hochziehen des darunterliegenden Gewebes (Muskulatur, Faszien, Sehnen, Bänder) führt. Es erfolgt eine verstärkte lokale Durchblutung und Lockerung der Gewebestrukturen.

Es gibt drei Arten des Schröpfens:

Bei trockenem Schröpfen wird das Schröpfglas auf die unversehrte Haut gesetzt. Das darunterliegende Binde- und Muskelgewebe wird entlastet und dadurch besser durchblutet. Tiefer liegende Verspannungen, die Massagegriffen unzugänglich sind, werden so erreicht und entlastet. Rasche Schmerzlinderung wird oft bestätigt.

Bei der Schröpfkopfmassage (ähnlich einer Bindegewebsmassage) werden größere vorher eingeölte Hautareale mit einem speziellen Schröpfkopf massiert.

Beim blutigen Schröpfen wird die Haut mit einem kleinen Hämostilett eröffnet und mit Hilfe des Unterdrucks Blut aus dem Areal gezogen (in Ö nur dem Arzt vorbehalten)

Das Schröpfen hat sich besonders bei Problemen des Bewegungsapparates bewährt und zeigt bei muskulärem Hartspann, Myogelosen (Verknotungen in der Muskulatur), Frozen Shoulder, Rücken-, Nacken- und Schulterverspannungen seine nachhaltige Wirkung.

Gerne werden Schröpfköpfe auch auf Reflexzonen, Meridianpunkte oder Schmerzpunkte gesetzt um das körperliche Energiefeld wieder zu ordnen. Die Anwendung  wirkt, je nach Dauer und Lage der Gläser, entweder tonisierend (Energie gebend) oder sedierend (Energie zerstreuend, Stagnation lösend).

Die beim Schröpfen entstehenden unvermeidlichen kreisrunden Hämatome verschwinden je nach Beschaffenheit des Gewebes in der Regel in weniger als einer Woche.

Ich verwende als Unterstützung dazu gerne ausgesuchte Öle oder Salben der Firmen Wala oder Weleda.